
Ganz im Zentrum des Geschehens: Das erste Automobil der Welt benannt nach der Tochter von Gottlieb Daimlers Chefverkäufer Emil Jellinek: Mercedes.
Das Raumprinzip "Doppelhelix" läßt jedem Besucher die Freiheit, spontanen Eingebungen und Ideen zu folgen. Das Gebäude unterstützt diese Absicht.
Es ist so konstruiert, dass kein rechter Winkel für räumliche Ordnung sorgt, die statisch bleibt. Bewegung, Entwicklung und Entdeckungen assoziiert man durch die Gebäude - Raum - Architektur und stellt sie in den Zusammenhang mit der Dynamik der Entwicklungsgeschichte des Automobils.
Ordnung ergibt sich scheinbar mühelos und leicht, wirkt niemals aufgezwungen und ist doch in sich schlüssig. Man kann komplexe Zusammenhänge so oder so erfahren. Am Ende der Ausstellung ist man müde und erfüllt, aber nicht ermüdet und überangestrengt.
Sternförmiges Atrium: Im Aufzug beginnt die Zeitreise durch die 120-jährige Geschichte von Mercedes-Benz, die gleichzeitig auch der Beginn der Geschichte des Automobils ist. Während sich der Aufzug nach oben bewegt, werden kurze Schwarz-Weiss Sequenzen auf die gegenüberliegenden Wände projiziert, die immer tiefer in die
Vergangenheit führen. Oben angekommen, weist ein Pferd den Weg und Hufgeklapper bringt uns zurück in die Zeit, in der alles begann.
Auf dem Weg zurück von Oben nach Unten durchwandern wir alle Stadien von den Anfängen des Automobilbaus bis zu den futuristischen Forschungsszenarien der Entwickler damals und heute. Wieder zurück auf dem Boden der Neuzeit wartet die Ausstellung Faszination Technik mit beeindruckenden Einzelstücken und Ausstellungsfahrzeugen. Wer dann richtig Appetit bekommen hat, kann sich in der anschliessenden Mercedeswelt sein Wunschauto bestellen.
Text und Fotos: Bernd Schray

